DE EN NL
Urlaub
Buchen
Buchen

Die um 1700 in Lauchstädt entdeckte Heilquelle führte zur raschen Entwicklung des Modebades, das der Adel und das aufstrebende Bürgertum aus den umliegenden Städten besuchten.

Die einfachen Anlagen genügten dem kurfürstlichen Hof in Dresden, der ab 1775 das Bad als Sommerresidenz nutzte, nicht mehr und so wurde der Merseburger Stiftsbaumeister Johann Wilhelm Chryselius 1776 mit der Neugestaltung der Kuranlagen betraut.

Er schuf eine reizvolle spätbarocke Kuranlage, deren Mittelpunkt die von einer steinernen Balustrade gefasste Quelle bildet. Hinter dem Brunnen entstand der Kursaal (1780), östlich davon die Kolonnaden (1787). Das Schloss und den großen, an die Promenade grenzenden Parkteich bezog Chryselius in die Gestaltung mit ein. Die Hauptachse der Anlage verlief vom Schlosstor über den Brunnen zum Kurhaus.

Der Badeort verblasste, aber mit dem Bau des "Goethe-Theaters" 1802 erhielt Bad Lauchstädt einen erneuten Aufschwung. Noch heute wird die damals eingebaute Bühnentechnik im Original genutzt. Nach dem Wiener Kongress (1814/15) fiel Bad Lauchstädt an Preußen. Kurpark und Theater verloren ihre einstige Bedeutung, 1941 wurde der Kurbetrieb eingestellt.

Nach einem Hochwasser in den 1960er Jahren wurden die Kuranlagen rekonstruiert und auch neu gestaltet. Der vordere Teil ist mit Schmuckbeeten, Formhecken und regelmäßigen Baumreihen gestaltet. Der hintere Teil entlang der Laucha mit seinen großen Wiesenflächen und dem alten Baumbestand ist einem englischen Landschaftspark nachempfunden.

Öffnungszeiten
Kuranlagen ganzjährig frei zugänglich

Kontakt
Parkstraße 18
06246 Goethestadt Bad Lauchstädt
Internet: www.goethe-theater.com