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Das Schloss Goseck - zwischen Naumburg und Weißenfels gelegen – erhebt sich auf einem Steilhang über dem Saaletal. Als „Gozacha civitas“ wird Goseck bereits im 9. Jahrhundert im Hersfelder Zehntregister erwähnt.

Es gehört somit zu den Grenzburgen an der Saale. Das „castrum antiquissimum“ war die Stammburg der Pfalzgrafen von Sachsen, die mit Friedrich I. um 1000 erstmals sicher als Gosecker Grafengeschlecht belegt sind. Friedrich I. erbaute neben der Burg eine St. Simeonskapelle als Grablege seines Geschlechtes. Die Söhne Adalbert, Dedo und Friedrich waren nicht nur für Goseck von Bedeutung. Adalbert (1000-1072) besuchte die Domschule in Halberstadt und wurde dort Domherr und 1032 Dompropst. Im Jahre 1043 erhielt er die Berufung zum Erzbischof von Hamburg und Bremen. Missionare gelangten in seinem Auftrag bis nach Island und Grönland. 1060 errichtete er die Bistümer Ratzeburg und Mecklenburg. Pfalzgraf Dedo gründete im Jahre 1041 an der Stelle der alten Burg ein Benediktinerkloster. Sein Bruder Friedrich II. hat im nahe gelegenen Sulza eine Propstei gegründet. Bereits 1183 setzte der Verkauf von Klostergütern ein, im Jahre 1540 endete die Klosterzeit mit der Säkularisation. 1548 gelangte er in den Besitz von Georg von Altensee.

Durch wechselnde Besitzer und umfangreiche Umbauten im 16. und 17. Jahrhundert, vor allem durch die Familie von Pöllnitz, erhielt die frühere Klosteranlage ihren Renaissancecharakter. In der Zeit von 1840 bis 1945 befand sich Goseck im Eigentum der Grafen von Zech-Burkersroda. Nach 1945 war das Schloss Schule und Jugendherberge. Seit 1997 ist die Anlage im Eigentum der Stiftung.

Heute hat hier das „Europäische Musik- und Kulturzentrum Schloss Goseck“ seinen Sitz, welches vom Schloss Goseck e.V. im Jahr 1998 gegründet wurde. Die hochkarätigen Gosecker Schlosskonzerte widmen sich überwiegend der alten Musik und haben eine Ausstrahlung, die weit über die Grenzen der Saale-Unstrut-Region hinausreicht.

Der Gosecker Heimat- und Kulturverein hat liebevoll eine Heimatstube eingerichtet. Sie bietet Einblick in vergangene Lebenswelten im Saaletal. Besonders in der warmen Jahreszeit lädt der Schlosshof mit seinem berühmten ca. 170 Jahre alten Ginkgobaum zum Verweilen ein.
Das mit 7.000 Jahren älteste Sonnenobservatorium befindet sich ganz in der Nähe von Goseck. Es ist eine Station auf der touristischen Route „Himmelswege“. Auf dem Schloss befindet sich ein Informationszentrum.

Öffnungszeiten Informationszentrum
April - Anfang Oktober     
Di - So ab 11.00 Uhr
Oktober - März   
nur auf Anfrage

Öffnungszeiten Schlosskirche
1. April - 31. Oktober
täglich 11 - 17 Uhr
1. November bis 31. März
nur Führungen nach Anmeldung

Kontakt
Schloss Goseck
Burgstraße 53b
06667 Goseck    
Telefon: 03443 3482580
Fax: 03443 3482589
E-Mail: brief@schlossgoseck.de  
Internet: www.schlossgoseck.de