Ein Teil von Europas Geschichte wurde in Saale-Unstrut geschrieben. Oftmals weit weg erscheinende Ereignisse liegen direkt vor unserer Haustür, sind zeitweise in Vergessenheit geraten und werden durch bedeutende archäologische Funde wieder ans Tageslicht geholt, die von grausigen Episoden berichten.
Kanonenschüsse und Säbelrasseln erfüllten nicht nur einmal die Luft in Saale-Unstrut. Napoleon ist der berühmteste Feldherr, der hier für Blutvergießen sorgte, aber bei weitem nicht der einzige. Zahlreiche historische Schlachten in Saale-Unstrut prägen die wechselvolle Geschichte. Jena, Cospeda, Auerstedt, Hassenhausen, Lützen - all das sind Austragungsplätze dieser historischen Schlachten.
Eine der bekanntesten historischen Schlachten in Saale-Unstrut fand am 6. November 1632 statt. Das Museum Lützen 1632 widmet sich ganz dieser Schlacht, in der mehr als 9.000 Menschen und auch der Schwedenkönig Gustav II. Adolf ihr Leben ließen. Das Heer des schwedischen Königs Gustav II. Adolf und das von Albrecht von Wallenstein lieferten sich einen blutigen. 47 Tote in einem Massengrab – das sind die einzigen Opfer, die bisher von einer der bekanntesten Schlachten des Dreißigjährigen Krieges, gefunden werden konnten.
Das Museum Lützen 1632 erzählt die Geschichte dieser bedeutenden Schlacht. Das Grab, das als tonnenschwerer Erdblock bei Lützen geborgen wurde, steht nun dauerhaft als ausdrucksstarkes Antikriegsmonument im Zentrum der Ausstellung. Mit zahlreichen Exponaten vermittelt die Ausstellung darüber hinaus Wissenswertes zum Dreißigjährigen Krieg, zum Lagerleben, der Schlacht von 1632 und ihren Akteuren.
Noch mehr Eindrücke von der Schlacht sind auf dem benachbarten Schlachtfeldpfad zu erhalten. An neun Stationen mit lebensgroßen Metallsilhouetten erzählen Protagonisten der Schlacht von den damaligen Geschehnissen. Untermalt werden die "Augenzeugenberichte" von den Geräuschen, die die Ereignisse begleitet haben wie z.B. markerschütternder Kampfschrei.
Etwa 180 Jahre später wurde Saale-Unstrut ein weiteres Mal zum Schauplatz europäischer Geschichte. Während Napoleon am 14. Oktober 1806 bei Jena preußische Truppen mit einer Übermacht bekämpfte und gewann, schlugen weitere französische Truppen die zahlenmäßig überlegene, preußische Hauptarme bei Auerstedt.
Vom Museum 1806 Jena-Cospeda aus eröffnet sich Ihnen der Blick auf das Schlachtfeld der Doppelschlacht von Jena und Auerstedt. In der Dauerausstellung werden die Ereignisse, die Vorgeschichte, Kriegslasten der Bevölkerung oder den Alltag, die Uniformierung und Waffen der Soldaten beleuchtet. Originale Ausstellungsstücke untermalen die Authentizität der Schlacht.
Am Museum beginnt auch der NapoleonPfad, ein acht Kilometer langer Rundweg, der die Ereignisse der Schlacht bei Jena aufgreift und auf dem sogar Napoleon mittels Augmented Reality zurückkehrt.
Noch eindringlicher lassen sich historische Ereignisse begreifen, wenn sie den Menschen auf außergewöhnliche Weise nähergebracht werden. Alljährlich am ersten Mai-Wochenende stellen Historienfans die Schlacht bei Großgörschen nach – das so genannte Scharnhornfest in Erinnerung an die Gefallenen und an den preußischen General Gerhard von Scharnhorst, der in der Schlacht verwundet wurde.
Diese und noch mehr spannende Geheimnisse hat Saale-Unstrut zu bieten. Sie alle zu entdecken, ist ein wunderbares Ziel. Wer sich auf Tagesausflüge begibt, kann staunen und Neues in der eigenen Region kennenlernen.
Broschüren wie unsere „Erlebnistouren“, das „Urlaubsjournal Saale-Unstrut“ oder die „Wein-Erlebnisse“ geben spannende Ausflugstipps. Informationsmaterial können Sie unter "Prospekte & Downloads" bestellen